Grooming

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"Fynn vom Libellenteich" aus Nonnweiler im Saarland, ein 2 Jahre alter hell-blauschimmel Cockerrüde,

stellte sich als Model für ein paar Pflege-Schnappschüsse zur Verfügung:

 

 

 

 

 

Wichtigstes Arbeitsgerät ist natürlich ein fachgerechter Arbeitsplatz - also kein Küchen- oder Campingtisch -, sondern ein stabiler und höhenverstellbarer Hydrauliktisch mit einer entsprechenden rutschfesten und desinfizierbaren Auflage und einem so genannten Galgen (nichts anderes als ein Halsband), mit dem man bei unruhigen Hunden das gefährliche Abspringen vom Tisch verhindern kann.

 

Für unsere "Senioren" haben wir auch ein gerne genommenes Treppchen.

 


Hallo Tommy,
möchtest Du heute wieder gestylt werden?

Eine helfende Hand macht sogar den "Galgen" überflüssig ...

... und so nebenbei wird man auch noch gekrault.

Schaut her, jetzt bin ich wieder chic.

 

Bei wenigen Hunden ist es unabdingbar, sie - bei einigen Empfindsamen nur zeitweise - am Beißen zu hindern; denn unsere Sicherheit hat Priorität.

Diese so genannte Fixation kann kurzzeitig durch ein Schnauzenband erfolgen.
Dazu steht man hinter dem Hund und legt eine Schlinge über die Schnauze.
Nach dem Zuziehen der Schlinge werden die Band-Enden unter dem Kinn gekreuzt
und hinter den Ohren im Nacken verknotet.

Die bessere Alternative sind allerdings Maulkörbe, wobei der Nylon-Soft-Maulkorb ebenfalls nur kurzzeitig benutzt werden sollte. Optimal und auch für längere Zeit anwendbar sind Maulkörbe aus Kunststoff. Sie sind leicht abwaschbar und ermöglichen dem Hund jederzeit, frei durch den Mund zu atmen und zu hecheln.

 

 

Manche Rassen,
wie der englische Cocker-Spaniel
- hier meine beiden eigenen Hündinnen
"Stacia" und Fee" -,
sollten mit Trimm-Materialien
bearbeitet werden.

 

 

Immer wieder muss ich feststellen, dass der Kopf des Ausstellungs-Cockers effiliert oder - schlimmer noch - geschoren wurde. Diese scharfe Behandlung darf nicht sein, auch wenn es dadurch schneller geht.
Diesen Arbeitsvorgang nennt man nicht trimmen!! Trimmen heißt zupfen bzw. rupfen.

 

Der Cockerkopf muss mit Daumen und Zeigefinger gezupft werden, d. h. das lose und zu viel vorhandene Haar wird herausgerupft. Dies bereitet dem Hund keine Schmerzen.

Alternativ kann man dazu ein nicht zu scharfes Trimmmesser benutzen.

Den Stop (zwischen den Augen) modelliert man vorsichtig mit einer Effilierschere. Man kann auch den Stop gut kaschieren, falls dieser zu flach ist.

Ebenso entfernt man alle langen Haare auf dem Nasenrücken und seitlich davon.

Die langen Tasthaare dürfen unter gar keinen Umständen herausgerissen werden; diese werden mit einer scharfen Schere dicht am übrigen Gesichtshaar abgeschnitten.

Unter dem Kinn und der Kehle sollte man allerdings nicht trimmen, denn dies würde den Hund schmerzen.

Dort erzielt man mit einer Effilierschere sehr gute Ergebnisse.

 

Die Oberseite der Ohrbehänge wird vorsichtig gezupft, damit sie hübsch fallen. Bei einem sehr dichten Ohrbehang - das ist meistens bei schwarzem Cockerhaar - kann man vorsichtig mit einer Effilierschere die Oberseite ausdünnen, um einen fließenden Übergang zum längeren Haar am unteren Teil des Behanges zu erhalten. Die Ohrmuschel wird mit einer Schere ausgeschnitten. Das Ohr bekommt dadurch mehr Luft und man beugt einer Entzündung des Ohres vor. Darüber hinaus fällt der Ohrbehang noch besser, wenn man die Innenfläche des Behanges schneidet.

 

Auch der Westi gehört zu den Rassen, die eigentlich getrimmt werden (linkes Foto).
Bei Westies mit weichem anstatt rauem Haar (wooly coat) funktioniert das Trimmen nicht und ist eher eine Quälerei, weil die Oberhaare nicht absterben und nicht leicht ausgehen. Beim weichhaarigen Westi wird deshalb das Haar an Nacken, Rücken und Körperseiten geschoren (rechtes Foto). Dabei ist darauf zu achten, dass die Übergänge zwischen eventuell getrimmten, mit der Effilierschere bearbeiteten und geschorenen Partien fließend sind  und nicht stufig und in waagerechten Bahnen . Die Rute soll etwa die Form einer Karotte haben und in einer Spitze enden. Die Haare an den Oberschenkeln werden so bearbeitet, dass man beim Anblick nicht an Reithosen erinnert wird.

 

fachgerecht getrimmter Westi

fachgerecht geschorener Westi

 

Wir verwenden nur professionelles Arbeitsgerät.

Dieses wird selbstverständlich nach jedem Gebrauch
sachgerecht gereinigt und desinfiziert.
Somit wird eine Übertragung von Krankheitserregern ausgeschlossen.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt der Pfotenpflege.

 

- ungepflegte Pfote, mit der auch viel Schmutz in die Wohnung getragen wird

 

 

- vorsichtige Filzentfernung zwischen Ballen und Zehen

 

Auch dies ist eine Arbeit,
an der Sie den
GUTEN Hundesalon
erkennen können.

 

Ein unmittelbarer Vergleich zwischen geschnittener und ungeschnittener Pfote.

Bei der reichlich zugewachsenen Pfote bilden sich zwischen den Ballen harte Filzknoten, die unbedingt herausgeschnitten werden müssen, da sie das Laufen behindern und schmerzen können.

Aber auch Harzklumpen müssen u. U. entfernt werden; zunächst grob mit der gebogenen Handschere, dann feiner mit der Akkumaschine:

 

- katzenartige Pfote, wie sie sein soll

 

Cocker-Pfoten, rund geschnitten, um sie "mopsig", katzenartig zu bekommen

Zehenzwischenräume werden nicht ausgeschnitten,
da man sonst einen Spreizfuß-Effekt erzielt.

Bei verfilzten Pfoten müssen die Knoten allerdings entfernt werden;
dadurch muss man tief in die Zwischenräume schneiden,
was natürlich wegen der Kerben unschön wirkt.

 

Hauptsächlich in Zehen-Zwischenräumen, aber auch in Lefzenfalten, Nase oder Ohren findet der aufmerksame Hundecoiffeur häufig Grannen (Ährenborsten).


 

Diese stehen in den Sommermonaten einzeln oder in großen Büschen z. B. an Feld- oder Wegesrändern.

Schon bei der leichtesten Berührung fallen die einzelnen Grannen von den Ähren ab, haften am Fell und wandern dank einer Widerhakentechnik bis zur Haut, wo sie sich förmlich hineinbohren und zu schweren Entzündungen führen können,
die u. U. sogar eine Operation erforderlich machen.

Warten Sie nicht bis zum nächsten Termin im Hundesalon oder beim Tierarzt,
sondern kontrollieren Sie nach jedem Spaziergang selbst das Fell Ihres Hundes!

 

Kämmen und Bürsten ist das A und O bei vielen Rassen, wie hier bei "Lucky", einem 3 Jahre alten Tibet-Terrier Rüde
 

 

Speziell zur Fellpflege bei Spaniels verwenden wir eine weiche, abgerundete Drahtbürste, einen feinzahnigen Spratt's Stielkamm, eine Mason Pearson Bürste, einen Flexi King Entfilzer und als Kämmhilfe Matex Spray.

 


Ausbürsten der Ohren bis über den Rand hinaus.

Kämmen der Ohren.

 

Das Hinlegen.

Vorderbeine und Achselhöhle.

Außenseite der Hinterbeine.

 

Innenseite der Hinterbeine (1).

Innenseite der Hinterbeine (2).

Zum Schluss Rücken und Rute durchkämmen.

 

Das Hinlegen der eigenen Hündin Stacia.


Matex-Spray als Kämmhilfe. Pfoten zwischen den Zehen auskämmen.

Als Abschluss komplett durchbürsten oder -kämmen.

 

Verfilzungen, Flohbefall und Zecken erfordern spezielle Arbeitsgeräte.

Sollte Ihr Hund einzelne solcher "Untermieter" im Fell haben, werden diese fachgerecht entfernt.

Bei übermäßigem oder wiederholtem Zecken- oder Flohbefall lehnen wir eine Bearbeitung Ihres Hundes ab!

 

Flöhe übertragen Bandwürmer und Blutparasiten. Der Flohstich ist schmerzhaft und verursacht Entzündungen. Häufig entsteht eine Flohspeichelallergie. Flöhe sind Künstler im Verstecken. Ein Befall macht sich oft nur durch Kratzen, Flohbeißen und Flohkot im Tierfell bemerkbar. Dieser Kot besteht aus vertrocknetem Blut und kann auf feuchtem Papier durch das Entstehen roter Flecken nachgewiesen werden.

 

Zecken übertragen Krankheiten, die schwer bis tödlich verlaufen können. Durch Klimaveränderung werden neue Zeckenarten heimisch mit neuen Krankheitserregern. Stellte bisher nur die Borreliose (Gelenkentzündung) eine Gefahr dar, treten immer häufiger auch Hunde-Malaria (Zerstörung der roten Blutkörperchen) und
-Anaplasmose (Zerstörung der weißen Blutkörperchen) auf. Beide Krankheiten verlaufen unbehandelt tödlich. Viele andere durch Zecken übertragene Krankheiten gelten bisher nur als Reisekrankheiten. Deshalb sollten Hunde von Frühjahr bis Herbst (bei Reisen in südliche Länder ganzjährig) vor Zecken geschützt werden. Am zuverlässigsten schützen Arzneimittel, die nicht nur eine abtötende sondern auch eine abschreckende Wirkung aufweisen. Diese Präparate werden meistens im Nacken direkt auf die Haut aufgetragen und verteilen sich über den ganzen Körper. Sie sind fettlöslich und werden nicht von Wasser abgewaschen. Ihre Wirkung hält in der Regel vier Wochen an. Durch diese Vorbeugung wird nicht nur der Hund sondern auch der Mensch geschützt. Zecken werden so nicht in die Wohnung geschleppt und können dort auch nicht Menschen mit Borreliose oder FSME infizieren.

Kontrollieren Sie Ihren Hund gründlich nach jedem Spaziergang.
Vergessen Sie dabei nicht versteckte Stellen wie Zehenzwischenräume.

 

Wie man solche Zecken

mit der Zeckenzange aus der Haut des Hundes entfernt,
können Sie rechts sehen.

 

Schutzmittel gegen Zecken sind u.a. "exspot", das pflanzliche Spot-on "bogacare" mit einer neu entwickelten Wirkstoffkombination, das biologische Ungeziefershampoo und das entsprechende Line On "Zéro Puce" und "preventic", die von März bis Oktober SPÄTESTENS ALLE VIER Wochen aufgetragen werden müssen (NUR bei Hunden, NICHT bei Katzen!).

 

Möchten Sie in besonders ungezieferreichen Jahreszeiten oder Gebieten Ihren Hund (und sich) noch besser schützen (z. B. gegen Haarlinge), empfehlen wir ein gelegentliches  zusätzliches Einsprühen mit "Frontline Spray" unter dem Bauch und an den Pfoten.

 

Zur Vorbeugung ernährungsbedingter Vitamin B-Mangelerscheinungen wie Appetitlosigkeit, Haarausfall und Nervosität, zum Aufbau und Erhalt eines gesunden, dichten Fells mit gesunder Haut, zur Aktivierung des Hautstoffwechsels bei Vorbeugemaßnahmen gegen Zecken- und Parasitenbefall gibt es "Formel-Z" Kautabletten.

 


 

Regelmäßige, sorgfältige Maulhygiene beugt Zahnstein und Paradontose vor.

Die Gewöhnung des Hundes an das Zähneputzen sollte von Klein auf äußerst behutsam und geduldig angegangen werden. Dabei darf auch die Innenseite der Zähne nicht vergessen werden. Eventuell entstandener Zahnbelag muss mit  Spezialinstrumenten entfernt werden.

Spezielle Zahncremes für Hunde sind empfehlenswert, da sie dem Tier gut schmecken und somit ein längeres Zähneputzen tolerieren. Nicht verwendet werden sollten Zahncremes für Menschen wegen ihres hohen Fluoridgehaltes, was zu einer Vergiftung führen könnte.

 

Recht vorteilhaft ist diese Doppel-Zahnbürste, die die Zähne rundherum reinigt:

 

 

 

Die Gebisse unserer 10-jährigen Fee (links) und unserer 8-jährigen Stacia (rechts), frei von Belag und Entzündungen.
Sie kennen die Zahnpflege von Klein auf und lassen sich ihre Zähne sogar mit einer elektrischen Zahnbürste reinigen.
Doch sehen Sie selbst:

 

Regelmäßiges Zähneputzen ist die mit Abstand wirksamste Methode zur Beseitigung von Zahnbelag und Vorbeugung von Paradontose. Eine unbehandelte Paradontose kann schwerwiegende Folgen für die Gesundheit des Hundes haben. Sie ist charakterisiert durch einen geschwollenen und geröteten Zahnfleischsaum, der leicht zu Blutungen neigt. Im weiteren Verlauf kommt es neben Maulgeruch zur Ausbildung tiefer Zahntaschen und zum Verlust von Knochen, Zahnfleisch und Zähnen. Als weitere Folge können auch Leber, Nieren, Herz und Lunge betroffen sein.

 

  So kann das Gebiss eines 14-jährigen Cockers sein, wenn es regelmäßig gepflegt wird - wie hier bei meiner früheren Hündin "Davina" -

oder so, wenn es nicht gepflegt wird:


Das Foto rechts ist zwei Jahre nach dem links entstanden und zeigt deutlich den fortschreitenden Entzündungsprozess und das zunehmende Zahnverlustrisiko.

Wichtig ist, wie oben erwähnt, den Hund von Klein auf an die Zahnpflege zu gewöhnen wie an das tägliche Ausbürsten des Haarkleides.
So erspart man dem Hund unter Umständen öfters im Jahr die Zahnsteinentfernung, die leider mit einer Narkose verbunden ist.
Auch die üblichen Sprays und Gele, die auf dem Markt sind, sind für den Hund unangenehm.

 

Die Schermaschine mit den verschiedensten Scherköpfen ist das wichtigste Arbeitsgerät des Groomer's. Sie kommt u.a. beim Malteser zum Einsatz, wenn dieser wegen starker Verfilzung leider abgeschoren werden muss.

 

Hygiene im Bereich des Ohres ist sehr wichtig. Ein schlechter Geruch des Ohres deutet entweder auf mangelnde Pflege oder eine allgemeine, mehr oder weniger ernsthafte Störung hin.

 

 

Die Folge:

 



 

Deshalb ist die regelmäßige Untersuchung mit dem Ohrspiegel nötig.

 


 

Ein entzündetes Cocker-Ohr
vor und nach dem Freischneiden des Gehörganges zwecks besserer Belüftung.

Ohrentzündungen können auch durch eine Infektion mit Milben verursacht sein.

Krankhafte Veränderungen im Ohrbereich werden vom Halter oft viel zu spät erkannt.

 

    Diverse Pflege-Utensilien wie
rassespezielle Haarshampoos oder
Sprays für die anspruchsvolle
Hundepflege runden die Werkzeug-
Palette ab.

Wir verwenden u. a. rein biologische
Produkte aus USA und Frankreich.

Hunde-Badetücher werden
selbstverständlich nach jedem Gebrauch
gewaschen und desinfiziert.

 

Warst du auch in
"Gerdas Hundestübchen"? 

 Na klar, sieht man doch.

     


 

Wir nehmen grundsätzlich keine verfilzten Hunde mehr an!

 

Aus einer e-Mail einer Kollegin aus Stuttgart:

 

Hallo liebe Gerda,

ich möchte mich herzlichst für Ihre liebevoll gestalteten Seiten bedanken. Hier merkt man, dass Ihnen die Arbeit Spaß macht und Sie mit ganzem Herzen dabei sind. Einfach nur schön.

Ich streife ab und zu mal drüber, um ein wenig bei Ihnen "Urlaub" zu machen. Nach Ihren Seiten geht's mir immer sehr gut. Heute habe ich mir die lustigen Videos angeschaut und herzhaft lachen müssen.

Besonders imponierend finde ich den aktuellen Satz : "Keine Filzhunde mehr..." Jooooo da kann ich mittlerweile auch ein Lied davon singen.

Ich finde Ihren Satz sehr imponierend und bin mir sicher, dass ich im Laufe der Jahre selbigen irgendwann auch auf meine HP setzen werde ;-)  und zwar dann, wenn ich so wie Sie irgendwann mit der Aufklärungsarbeit bezüglich Filz "resigniere" und merke, dass das Thema von den Besitzern einfach nicht ernst genug genommen wird.

Hundefriseure sind keine Zauberkünstler und man kann einfach nicht erwarten, dass ein Pflegezustand, der monatelang schleifen gelassen wurde, nun in zwei Stunden wieder perfekt hergestellt wird.

Zudem sind die armen, kleinen Filzis kein Aushängeschild für einen Salon, da sie wochenlang abgeschoren schlechte Werbung laufen.

Kein Besitzer gibt später zu, dass er seinen Hund verfilzen lassen hat. Und auf die Frage, wenn selbige beim Gassigehen andere Hundehalter treffen : "Um Gottes Willen, wer hat denn Deinen Hund so zugerichtet ?" kommt dann prompt die Antwort : "Die Friseuse".

Das Traurigste an der ganzen Thematik ist, dass die Besitzer, die in der Verantwortung für Ihr Tier stehen, ihrem Tier nicht die nötige Fellpflege zukommen lassen und Filz letztendlich das Tier gesundheitlich belastet und ihm weh tut. Da helfen doch alle Leckerlies und Plüschtiere der Welt nichts, wenn das Tier jeden Tag auf einer Art Kartoffelsack (Filz) schlafen muss und es überall drückt und zippt.

 

Hundefriseure haben ihren Beruf aus Liebe zum Tier gewählt und gerade bei Filzhunden, die wiederholt so erscheinen, zerreißt es einem das Herz, weil man eigentlich nur kurzfristig helfen kann und Monate später wieder vor der gleichen Misere steht.

Deshalb verstehe ich Ihren Satz sehr gut. Man hat einfach irgendwann nicht mehr die Kraft, diese armen Mäuse auf dem Tisch zu haben. Ich lehne nach wiederholtem Filzbefall die Kunden dann irgendwann ab und hoffe immer, dass es irgendwann Klick macht. Und Entfilzen für geringes Geld kann kein Besitzer heutzutage mehr erwarten.

Wenn Entfilzen auch noch zu Spottpreisen gemacht wird, dann erreicht man nur einen Effekt: Der Besitzer investiert gerne die paar Euro anstatt zu bürsten.

Die entstehenden Materialschäden - kaputte Scherköpfe, unscharfe Scheren, etc. - möchte am Ende auch keiner bezahlen. Ja wer soll das dann bezahlen? Die Hundefriseuse, die drei Stunden in Knochenarbeit entfiltzt ? Oder der eigentlich Verantwortliche ? Das ist die Gretchenfrage ;-)

Wie gesagt, ich spreche hier von Extremfilz und nicht von Hunden, die man durch das Kleinhundalter begleitet bis die ersten Filzalarme vorüber sind und auch nicht von durch falsche Aufklärung überforderte Besitzer, sowie nicht von Filzhunden aus Tierasylen oder sonstigen erklärbaren Missständen. Ich spreche hier lediglich von "Filzwanderern", die wiederholt ihrem Hund das antun.

Wir Hundefriseure helfen den Hunden der "Filzwanderer" in keinster Weise, wenn sie immer wieder einen finden, der dies für geringes Geld macht.

Ziel sollte sein, die Besitzer von der Notwendigkeit der Fellpflege zu überzeugen, damit den Hunden am Ende auch wirklich geholfen ist. Und dieses Ziel ist auf keinen Fall mit Billigpreisen zu erreichen.

Niemand passt auf etwas auf, was man später wieder günstig "reparieren" lassen kann. Auf ein Handy wird deswegen teilweise besser aufgepasst als auf das Fell des eigenen Hundes ;-).

Ihre Seiten gefallen mir wirklich gut und aus diesen spricht sehr viel Herz, Liebe und trotz Filzis ;-) viel Freude. 

Liebe Grüße
Elke Suppinger

 

PS:
Sollten Sie, aus welchen Gründen auch immer, nicht dazu in der Lage sein, das Fell Ihres Hundes filzfrei zu kämmen und zu bürsten, lassen Sie sich entweder im Hundesalon diese Technik zeigen oder einen Kämmtermin geben, bevor es zu spät ist.

  


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