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Rezepte

 


 

1. Die Ernährung im Krankheitsfall

 

Vorübergehende Magen- und Darmstörungen:

 

Viele Hunde bekommen aus oft unerfindlichen Gründen Durchfall, sei es, dass sie im Winter Schnee fressen oder im Sommer aus einer verdorbenen Wasserlache getrunken oder draußen was gefressen haben odeer nicht entwurmt worden sind..

Zuerst sollte man einmal Fieber messen. Steigt die Temperatur über 38,5 °C an, muss man zum Tierarzt gehen, denn hinter dem Durchfall steckt dann mehr.

Handelt es sich aber lediglich um Durchfall ohne Fieber und Erbrechen, sollte der Hund ein bis zwei Tage hungern. Anschließend beginnt man mit einer Diät.

Diese Schonkost wird zunächst allein gegeben und erst, wenn sich der Zustand – nach einer Woche – gebessert hat, allmählich mit dem gewöhnlichen Futter vermengt, bis man schließlich dem Hund wieder sein normales Futter geben kann.

 

Diätvorschläge:

 

1. Rezept:

Haferflocken mit Wasser und einer Prise Salz zu einem Brei kochen. Diesen Haferschleim dem Hund lauwarm einflößen, denn freiwillig fressen das leider nur wenige Hunde.

 

2. Rezept:

Reis mit Wasser und etwas Salz so lange kochen, bis ein Reisschleim entsteht, der dann lauwarm dem Hund gegeben wird. Nach zwei oder drei Tagen kann man dem Brei etwas magere Fleischbrühe zufügen und auch schon einen Eidotter darunter mischen. Nach weiteren ein oder zwei Tagen mischt man noch etwas gekochtes Rinderhack dazu oder eine Diät aus Hüttenkäse und gekochtem Reis, etwas Möhrensaft und geriebenen Apfel mit Schale. Anstatt Apfel kann auch eine zerdrückte Banane gegeben werden.

Zu trinken kann Kamillen-, Fenchel- oder schwarzer Tee gegeben werden.

 

Der nierenkranke Hund:

 

Leider werden leichte Nierenleiden von den Hundebesitzern häufig übersehen, da der Hund keine für seinen Besitzer erkennbaren Symptome zeigt. Deshalb ist es sicherlich anzuraten, immer wieder einmal Urin- und Blutuntersuchung durchführen zu lassen.

Der Besitzer bemerkt eine Nierenerkrankung oft erst, wenn der Hund einen fast unstillbaren Durst zeigt, wenn das Haarkleid stumpf wird oder der Hund an Gewicht verliert. Häufiges Erbrechen ist ein weiteres Alarmzeichen. Auch übler Geruch aus dem Maul ist ein Alarmzeichen.

 

1. Rezept:

Rührei mit gekochten Kartoffeln vermischen, Schweineschmalz oder ein pflanzliches Öl zufügen.

 

2. Rezept:

Kartoffelpüree mit Wasser zubereiten, mit etwas Schweineschmalz vermischen und weich gekochtes Ei dazugeben.

 

3. Rezept:

Mageren Quark mit weich gekochtem Ei vermengen und etwas mageres, gekochtes Pferde- oder Putenfleisch (wenig) untermischen.

 

Bei der Fütterung muss man darauf achten, dass das Futter auf mehrere Portionen am Tag verteilt wird. Ganz wichtig ist, dass der Hund immer ausreichend Wasser trinken kann.

Sicher kann man auch fertige Nierendiäten beim Tierarzt kaufen, allerdings nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt.

 

Schonkost bei Herzleiden:

 

Herzleiden kommen zwar häufig bei älteren Hunden vor, jedoch gibt es sie leider – manchmal sogar vererbt – auch schon bei sehr jungen Hunden.

 

Diätvorschläge:

 

Die Rationen müssen natrium-, also kochsalzarm und vitaminreich sein und dürfen den Organismus nicht belasten. Deshalb sollte man die Tagesration auf mehrere kleine Portionen verteilt verfüttern.

 

1. Rezept:

Gekochtes Puten- oder Hühnerfleisch mit etwas Reis vermischt geben.

 

2. Rezept:

Hammelfleisch, nicht zu fett, kochen oder dünsten und mit Reis oder Haferflocken anreichen.

 

3. Rezept:

Nudeln kochen und in wenig Öl oder Butter schwenken. Dazu gibt man kleine, gekochte Fleischstückchen (Hammel oder auch mal Kaninchen).

 

4. Rezept:

Einen Gemüseauflauf aus (der Vitamine wegen nicht zu lange) gekochten Kartoffeln, Bohnen. Erbsen, Tomaten zubereiten und mit einem kleinen Stückchen Butter verbessern.

 

5. Rezept:

Fischauflauf aus gekochtem und entgrätetem Goldbarsch und Kabeljau. Das Ganze mit etwas Kartoffeln vermischen und – falls der Hund das frisst – eine kleine Tomate zugeben.

 

Ergänzungsfuttermittel:

Besonders bei hoher Beanspruchung, in der Wachstumsphase und bei älteren Hunden ist der Bedarf an spezifischen Nährstoffen, die das Bindegewebe für seinen Aufbau benötigt, erhöht.

ATR

 


 

2. Alternative ausgewogene Mahlzeiten

 

Vorbemerkungen:

 

Selbstverständlich sollte man den Geschmack des Hundes berücksichtigen, was er mag oder nicht, denn auch bei unseren Hunden sind die Geschmäcker verschieden.

 

Die Mengen wird man nach einer Weile sicher im „Gefühl“ haben. Auch sollte man den Hund genau beobachten: ist er ein Temperamentsbündel, braucht er natürlich mehr als ein Hund, der gemütlich ist.

 

Seine Mahlzeit sollte auf 2x täglich, größere Rassen 3x täglich verteilt gegeben werden.

 

Man sollte das Fressen nicht zu lange stehen lassen. Ist der Hund satt und lässt er Reste im Napf, so war die Menge des Futters zu viel. Die nächste Mahlzeitportion sollte kleiner ausfallen.

 

1.Rezept:

Schnittböhnchen klein schneiden und in etwas Becel-Margarine blanchieren, gekochtes Rindfleisch, Rinderhack, Tartar oder Lammfleisch dazugeben.

 

2. Rezept:

Hühnchen oder Pute kochen, klein schneiden, etwas von der Kochflüssigkeit dazugeben und das Ganze mit gekochtem Reis  und Karotten vermischen. Anstatt gekochtem Reis können auch Nudeln oder gekochte, zerdrückte Kartoffeln gegeben werden.

 

3. Rezept:

Kabeljau, Barsch oder Butt kochen und von allen Gräten befreien. Dazu gekochte, zerdrückte Kartoffeln oder etwas Kartoffelpüree ohne Milch (nur mit Wasser angemacht) und mit etwas Fischsud übergießen.

 

4. Rezept:

Rinderherz kochen und klein schneiden. Als Beilage gekochte Erbsen daruntermengen. Anstatt Erbsen können auch mit der Kochbrühe Hafer- oder Gemüseflocken gegeben werden.

 

5. Rezept:

Ein Rührei mit etwas rohen, geriebenen Karotten mischen. Anstatt Karotten kann auch etwas Vollkornbrot gebröselt dazugegeben werden.

 

6. Rezept:

Lachsfilet in etwas Becel-Margarine anbraten und mit Kartoffelpüree(mit Wasser angemacht) und Brechböhnchen oder Mais ergänzen.

 

7. Rezept:

Hüttenkäse mit Honig und etwas zerdrückter Banane vermengen

 

8. Rezept:

Hühnchenbrustfilet in etwas Becel-Margarine anbraten und mit gekochtem Reis untermengen.

 

Zu allen Rezepten – außer Rezept Nr. 7 - kann man kleingeschnittenen Salat, rote oder gelbe Paprikaschoten und eine Knoblauchzehe dazugeben. KEINE Zwiebeln!!

 

TIPP:

 

Unter das Futter kann man auch getrocknete Brennesselblätter (Apotheke) mischen,

kleine Hunde 2 Teelöffel täglich, größere Rassen 4-6 Teelöffel täglich.

Brennesselblätter verleihen dem Hund ein schönes, glänzendes Fell und halten die Haut elastisch. Auf diese Weise werden Verfilzungen unwahrscheinlicher.

 


 

3. Für alte oder kranke Hunden, evtl. mit Zahnproblemen, hier einige Rezeptbeispiele:

 

Das Futter sollte möglichst  suppig verabreicht werden.

 

1. Rezept:

Hühner- oder Putenfleisch gut kochen und Gemüse wie Karotten, Erbsen oder Kartoffeln dazugeben. Alles sehr klein schneiden oder ggf. kurz durch den Mixer laufen lassen und mit viel Brühe vermischt vorsetzen.

 

2. Rezept:

Hackfleisch vom Rind, Pferd oder Schaf leicht ankochen oder mit etwas Becel-Margarine anbraten, etwas Gemüse oder gekochten Reis dazugeben.

 

3. Rezept:

Kartoffelpüree mit Wasser angemacht, rohem Eidotter – KEIN Eiklar- und etwas Pflanzenöl so lange durchschlagen, bis es schaumig ist. Vitamin- und Mineralstoffpräparat unterrühren.

 

Tipp:

Zu allen Rezepten können auch hin und wieder mal 2 Teelöffel Alete-Babykost gegeben werden, z.B.

-Karotten mit Reis und Pute

-Karotte mit Kartoffeln und Lamm

-Kartoffeln mit Hühnchen


 

Nun wünschen wir den Hundis einen guten Appetit!!


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