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Klettenzeit |
Haben sich einmal Kletten im Hundehaar festgesetzt, so lassen sie sich aus dem trockenen Haar hervorragend mit der "Mars Flexy-King Bürste" herausbürsten.
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Erziehungshilfen |
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Erziehungshilfen
für Hunde bringen oft mehr Leid als Erfolg! Führhalfter, Wurfschellen oder -ketten, Rütteldosen, Sprühhalsbänder, Anti-Ziehleinen, Maulschlaufen/Maulkorb, Würgehalsband ... Ein bunter Strauß von Utensilien, die Mensch dem Hund umschnallt und selten weiß, wie diese Vorrichtungen tatsächlich auf den Hund einwirken. Außerdem werden Erziehungshilfsmittel häufig dauerhaft verwendet. Dabei sind sie nur vorübergehend anzuwenden und sollen lediglich zur Unterstützung der Arbeit mit dem Hund und seinem Menschen dienen. Denn nichts erledigt sich von allein.
Wenn ein jederzeit auszulösender Sprühstoß für den Hund harmlos sein soll, wieso kann er dann instinktives und genetisch fixiertes Verhalten wie beispielsweise das Jagen unterdrücken? Und können plötzlich auftretende Zischlaute beim bellenden Hund garnicht schlimm sein? Leider nein - denn genau diese Laute lösen beim Hund grundsätzlich Angst aus. Aus Sicht des Hundes muss er sofort die Flucht ergreifen. Bei gleich mehrfach ausgelösten Sprühstößen gerät der Hund in Panik, weil er lernt, dass es aussichtslos ist, sich durch Flucht vor dieser anhaltenden Bedrohung retten zu können. |
Und zu guter letzt generalisiert der Hund Geräusche und zuckt bei jedem Zischlaut zusammen. Sprühhalsbänder gaukeln dem Hundehalter vor, per Fernbedienung die Probleme lösen zu können. Tatsächlich beseitigt das nicht deren Ursachen, sondern schafft neue. Sprühhalsbänder sind nur in extremen Ausnahmefällen hilfreich. So zum Beispiel, wenn durch einen gezielten Sprühstoß ein ehemaliger Straßenhund davor abgehalten wird, wahllos alles wie z.B. Glasscherben zu fressen und damit sein Leben gerettet werden kann. Aber auch hier müssen zusätzlich langfristige Lösungswege von Hund und Mensch erarbeitet werden. |
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Hundebekleidung |
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Sicher haben auch Sie schon einmal gesehen, gelesen oder gehört, dass es nicht nur Damen-, Herren und Kinderbekleidung sondern seit neuestem auch topmodische Hundebekleidung gibt. Da gibt es Wintermäntel, Sweater, Shirts, Freizeitdress, Pullover, Regenjacke, Regenmantel, Windjacke, Schneeanzüge, Overall, Schuhe u.s.w. Und irgendwann fragen Sie sich bestimmt: "Bin ich ein schlechtes Frauchen oder Herrchen oder gar ein Tierquäler, wenn ich - insbesondere im Winter - meinen Hund "nackt" laufen lasse?" Sie sind es nicht! Unsere Hunde sind von Natur aus gegen jedes Wetter geschützt und brauchen keinerlei menschenähnliche Kleidung. Der Mensch ist ohne Kleidung schutzlos, der Hund nicht. Ausnahmen sind natürlich u. U. alte und kranke Hunde wegen ihrer eingeschränkten Beweglichkeit oder Hunde mit extrem dünnem Haarkleid. Durch derartige Fremdkörper am Körper wird der Hund in seiner natürlichen Beweglichkeit eingeengt, die Funktion der Haut kann beeinträchtigt werden und über das Aussehen kann man eigentlich nur schmunzeln. |
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Natürlich muss der Mensch auf die Gesundheit seines Vierbeiners achten: Bei Regen und Schnee muss er ihn abtrocknen und ggf. fönen und darf ihn nicht nass liegen lassen. Bei Langhaarhunden würde das Haar auch sonst verfilzen. Ein Argument für Schneeanzüge und Overalls ist häufig, dass sich im Haarkleid des Hundes keine Schneeklumpen bilden können. Das stimmt. Dies kann man aber auch einfacher und artgerechter verhindern, indem man sein Fell mit entsprechenden Sprays vorbehandelt, wie z. B. das von uns erprobte und als sehr gut empfundene ölfreie Matex ®. Das Schlussbild der Winterimpressionen auf unserer homepage ist im Garten ohne Spray entstanden, aber auf den Winterfilmen beim Toben im Wald sieht man die positive Wirkung. Natürlich zählt auch das Argument, dass man durch Schutzanzüge weniger Arbeit nach einem Hundespaziergang hat. Aber ein echter Hundefreund lässt seinen Hund nicht artfremd verkleidet herum laufen, nur um etwas weniger Arbeit zu haben. |
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Halsband oder Brustgeschirr? |
Eine gute Frage!
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Wird der Hund an einem Halsband geführt, entsteht ein enormer Druck auf den sehr empfindlichen Halsbereich, in dem sich viele Muskeln, Gefäße, Nerven und auch eine Reihe lebenswichtiger, reizbarer Organe befinden. Leider werden sehr viele Hunde mit einem Halsband geführt, das in verschiedenen Ausführungen und Materialien erhältlich ist. Unter den gängigen Halsbandmodellen sind einige, die dem Hund erhebliche Schäden im Halsbereich zufügen können. Viele Halter sind immer noch der Meinung, wenn dem Hund beim Ziehen Schmerzen zugefügt werden, hört er damit auf, weil es für ihn schließlich angenehmer ist. Wie aber aus der Verhaltensforschung bekannt ist, laufen Tiere vor ihren Schmerzen davon, also zieht er noch stärker. Wird ein Hund mit Ketten- oder Stachelwürger geführt, bedarf es keiner großen Phantasie, sich Folgeschäden vorzustellen. Anders Hallgren hat in seinem Untersuchungsreport „Rückenprobleme beim Hund“ den Zusammenhang von Schäden im Halsbereich durch Tragen eines Halsbandes in Verbindung mit Leinenruck nachgewiesen. Aus physiotherapeutischer Sicht ist es zu empfehlen, den Hund mit einem Brustgeschirr zu führen. Es besteht aus einem Halsteil und einem Bauchgurt, die durch Rücken- und Bruststeg miteinander verbunden sind. Zieht der Hund an der Leine, wird der Druckpunkt vom empfindlichen Hals auf den Brustkorb verlagert. Allerdings muss das Geschirr dem Hundekörper angepasst und auf einige Punkte beim Kauf geachtet werden. |
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Es sollte aus weichem Material hergestellt sein, dem Hund leicht angelegt werden können, die Stege sollten nicht hin- und herrutschen, die Gurte nicht zu schmal sein und dadurch einschneiden. Sehr wichtig ist eine gute Achselfreiheit, d.h. der Abstand der Vordergliedmaßen zum Brustteil muss ausreichend groß sein, damit durch die Bewegung des Hundes keine Scheuerstellen entstehen können, was leider nicht bei allen Modellen der Fall ist. Auch sollte man darauf achten, dass unter den Achseln keine Filzknoten sind, ein gründliches Auskämmen ist erforderlich! Leider machen sich viele Menschen überhaupt keine Gedanken über Empfindungen und Bedürfnisse ihres Vierbeiners. Dass das „normale“ Führen an einem Halsband dem Hund furchtbar unangenehm sein könnte oder mitunter sogar Schmerzen bereitet, ist für viele Besitzer unvorstellbar. Eine große Anzahl von Hunden zeigt ein unphysiologisches, ein unnormales Gangbild. Da der ständige Druck auf die Halsmuskulatur Verspannungen verursacht, verspannt sich früher oder später über die Muskelketten auch der Rest des Hundes. Haben sich im Laufe der Zeit Myogelosen (Stresspunkte) im Muskel gebildet, hat der Hund mit Sicherheit auch Schmerzen. Der dadurch entstehende Schongang belastet vermehrt die Gelenke, was häufig zu Arthritis, Arthrose und anderen Folgeschäden führen kann. Aus physiotherapeutischer und medizinischer Sicht gibt es kein Argument für ein Halsband und zum Führen an der Leine kann nur ein Brustgeschirr empfohlen werden, weil es dem Hund keine gravierenden körperlichen Schäden zufügen kann. |
Christiane Austin
Tierphysiotherapie für Groß- und Kleintier
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